ausstellung
»architektur ohne architekten«

unter architekten, philosophen und historikern wird in häufiger wiederkehr die frage diskutiert: »was ist architektur?«, um einen unterschied zwischen architektur im sinne von baukunst und gebäude zu erkunden. gemäß nikolaus pevsner, historiker im frühen 20. jh., ist ein fahrradschuppen ein gebäude, der kölner dom architektur. heutzutage lässt sich diese unterscheidung nicht mehr so leicht behaupten. die formel, architektur sei das, was ein architekt schafft, betont zwar den zusammenhang zwischen gebautem und seiner urheberschaft. die anfängliche frage wird heute eher unter dem gesichtspunkt untersucht, ob die formale architektur, die uns umgibt, gemäß der definition architektur ist alles geplant (und genehmigt) gebaute baukunst ist.

projektdaten ausstellung »architektur ohne architekten«

projekt
aufgabe
auftraggeber
konzeption
realisierung

ausstellung »architektur ohne architekten«
konzeption und ausstellungsgestaltung
kunstverein eulengasse, frankfurt am main
jan-mai 2004
harald etzemüller


die vom architekten und mitglied des deutschen werkbundes dipl.-ing. harald etzemüller konzipierte und gestaltete ausstellung beleuchtet an hand von 14 themen verschiedene aspekte in der anonymen architektur brasiliens: aspekte der architektur als gestaltungsform, des bauens und konstruierens, der siedlungsformen und deren soziale milieus, aber auch aspekte des sehens, des betrachtens und rezipierens von architektur. die lehre, die daraus gewonnen werden kann, (das hat rudofsky treffend formuliert und gilt heute wie vor 40 jahren) »reicht weit über ökonomische und ästhetische erwägungen hinaus, da sie das viel härtere und immer schwieriger werdende problem berührt: wie man lebt und leben lässt, wie man frieden hält mit seinen nachbarn, im engeren wie auch im weiteren sinn.«