altengerecht wohnen im mfh a/sch
barrierefreie wohnungen in mainz-kastel

die aufgabe bestand darin, eine gewerbefläche im erdgeschoss eines im jahr 1961 errichteten mehrfamilienhauses in vier altengerechte barrierefreie wohnungen und eine kleinere ladenfläche umzuwandeln. die außenfassade des erdgeschosses sollte im zuge der umwandlung nach den bestimmungen der EnEV modernisiert werden.

projektdaten mehrfamilienhaus a/sch

projekt
leistungsphasen
lage
bauherr
projektarchitekt
mitarbeit
planung
wohnfläche
nutzfläche
baukosten

umnutzung eg in 4 altengerechte wohnungen und ladenfläche
2-3
mainz-kastel
privat
harald etzemüller
sascha hahner
juni 2012
261 qm, in 4 barrierefreie wohnungen
62 qm, ladengeschäft
411.000 € (kgr 300 + 400, schätzung)

grundriss erdgeschoss

grundriss erdgeschoss

hofansicht, querschnitt

hofansicht, querschnitt


das 4-geschossige mehrfamilienhaus nutzt bisher das winkelförmige erdgeschoss ausschließlich als großflächiges ladengeschäft. die geplante umnutzung behält die eingangsfront des ladens zur kasteller geschäftsstraße, der mainzer straße bei, verringert jedoch dessen fläche deutlich. vom hof des gebäudes, wo auch die treppenhäuser liegen, werden die 4 entstehenden wohnungen ebenerdig und barrierefrei erschlossen.

alle wohnungen sind nach dem amerikanischen prinzip aufgebaut: vom zugang gelangt man direkt in den wohnraum, an den die küchen angeschlossen sind. zum teil dienen die in der ersten gebäudeschicht eingefügten abschließbaren loggien als kombinerter zugang und freibereich/terrasse. die küchen können offen zum wohnraum sein, durch schiebetüren abgeteilt werden oder vollständig räumlich getrennt werden.

die küchen sind wie einige bäder und gesonderte wcs im gebäudeinneren angeordnet, um bei der ungünstigen gebäudedisposition die bestmögliche orientierung der schlafräume und zimmer an der nordfassade zu ermöglichen. die fenster dieser räume haben raumseitig eine normal brüstung, reichen aber straßenseitig bis auf den boden. daher ist der einsatz von verspiegeltem glas vorgesehen, um einblicke durch passanten zu verhindern.

die wohnungen profitieren von der großen raumhöhe von über 3.00 m. es wird eine umfangreiche dämmung zur kellerdecke eingebaut. die bäder sind daher mit ebenengleichen duschen ausgestattet. die bäder sind in ihrer grundrissgeometrie so gestaltet, dass sie mit rollstühlen genutzt werden und behindertengerecht ausgestattet werden können.